Biographie
Anfänge
Wolfgang Dabernig wurde 1958 in Lienz geboren und lebt seitdem in Kötschach im Gailtal/Kärnten. Seine Radkarriere startete er bereits 1963 mit seinem ersten Fahrrad.
Hauptfahrer
In den Jahren 1978 bis 1985 radelte Wolfgang Dabernig als Hauptfahrer der Kategorie C.
Radtouren1
In dieser Zeit unternahm er zusätzlich diverse Radtouren durch Europa. Unter anderem:
Barcelona - Kötschach
Hamburg - Kötschach
Weltrekord
1988 Weltrekord mit Freund Ossi Jochum im Saalwalzenfahren 27
Stunden ohne Pause
Eintrag im "Lexikon der Superlative Ausgabe 1990"
- ISBN Nr. 3-572-05553-9
- Lexikon der Superlative
- Orbis Verlag
- Ausgabe 1990
- Eintrag: "Die ausdauernsten Radfahrer auf Saalwalzen"
- Seite 197 und 198
Radtouren2
Normale Straßenrennen reichen dem radbegeisterten Kärntner nicht mehr. Zusätzlich startet er mit seinen Freunden Michael Lamprecht und Ossi Jochum auch noch Expeditionen und Radtouren in die entlegensten Winkel der Erde.

Marokko
1990 Mountainbike-Tour Marokko vom Atlantik über das Atlasgebirge bis zu den Ausläufern der Sahara.

Nepal - Tibet
Als absolutes Highlight seiner Reisen kann man sicher die Mountainbiketour 1991 in Nepal - Tibet bezeichnen.
Bei der Fahrt über die höchsten befahrbaren Pässe der Welt von Kathmandu nach Lhasa Himalaya vergisst man alle Strapazen.
Unfall
Doch ein Radunfall macht seine Träume beinahe zunichte. Nach einem schrecklichen Sturz im Mai 1994 zieht er sich einen Bruch des 6. und 7. Halswirbels zu. Die Diagnose ist erschütternd: totale Lähmung ab dem Halswirbel.
Rehabilitation

Durch eine sofortige Operation kann der teilweise beschädigte Nervenkanal wieder hergestellt werden. Nach einer 6-monatigen Rehabilitation im Rehabzentrum Tobelbad ist es möglich, den Gesundheitszustand von Wolfgang Dabernig wieder soweit zu stabilisieren, dass "nur mehr" spastische Teillähmungen (Füsse, Hände, Rumpf) verbleiben und er wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.
Comeback
Wolfgang Dabernig entpuppt sich als extrem willensstark. Anders ist es nicht zu erklären, dass er bereits im Frühjahr 1995 wieder das Radtraining aufnimmt. Durch diese hervorragende Einstellung mausert sich der "Teleworker" Telekom Austria im CoC Service Süd (Telefonstörungsannahme, Prüfplatz) seit November 2007 FFS - Süd (Arbeitsvorbereitung und Dispatching) auch dienstlich zu einem Vorzeigemitarbeiter.
Versehrtenradsport1

Mittlerweile startet er sehr erfolgreich bei Versehrtenrennen. Seinen ausgezeichneten Leistungen trotz des Unfalls verdankt Wolfgang Dabernig einige Ehrungen unterschiedlicher Institutionen bis hin zum silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Film
Wolfgang Dabernig spielte in vier Kurzfilmen seines Bruders Josef Dabernig mit.
Timau
Im Film "Timau" agiert er fünf Jahre nach seinem Unfall wiederum im Gebiet des Plöckenpass: Drei Postbeamte "die Dabernig Brüder mit Co-Regisseur Markus Scherer" erklimmen in einem Melodram absurder Machart mit schwerem Dienstgepäck den fast senkrechten Felskamin unterhalb der Cellonschulter; sie entstören schließlich eine (österreichische) Telefonzelle auf der italienischen Malga Collinetta. Für Wolfgang war das Drehbuch des Films ans Limit seiner körperlichen Möglichkeiten geschrieben. So verbindet dieser Kurzfilm eine therapeutische Ebene mit der Erinnerungsarbeit an die strukturellen Veränderungen in seinem Beruf.
A 1998, 16mm, s/w, 20 min
Regie, Buch, Schnitt und Ton: Josef Dabernig, Markus Scherer
Kamera: Christian Giesser
Darsteller: Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig, Markus Scherer,
Marino Grassi, Cesira Leschiutta
Produktion: Josef Dabernig
Rosa coeli
Wiederum fünf Jahre später "2003" übernimmt er die Hauptrolle in "Rosa coeli". In diesem Film trifft er sich mit zwei seiner Kollegen vom Behindertenradsport zu einem geheimnisvollen Treffen in einem osteuropäischen Hotel. Die Geschichte mit den etwas gehbehinderten Herren illustriert auf kryptische Weise einen Literatentext, in dem es um Raum, Erinnerung und die (imaginäre) Rückkehr in eine einst vertraute Gegend geht.
A 2003, 35mm, s/w, 24 min
Regie, Buch, Schnitt und Produktion: Josef Dabernig
Text: Bruno Pellandini
Stimme: Branko Samarovski
Kamera: Christian Giesser
Tongestaltung: Michael Palm
Darsteller: Wolfgang Dabernig, Kurt Fellinger, Thomas Schmid,
Josef Dabernig
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Schließlich "wiederum fünf Jahre später" im Rahmen der Familiensaga "Hotel Roccalba" die unvermeidliche Leinwandpräsenz mit der Weltpremiere beim 61. Festival del film Locarno. Es bleibt offen, ob es sich dabei um einen Ort der Altersversorgung, um eine Erholungsanstalt oder schlicht um ein Hotel handelt. Ehefrau, Schwiegermutter, Eltern, Tante, Bruder und Schwägerin treffen in dieser Miniatur auf vier "Adoptionen" aus dem Kunstbereich. Gedreht wurde aus logistischen Gründen in der Nähe von Tarvis.
A 2008, 35mm, s/w, 10 min
Regie, Buch, Schnitt und Produktion:
Kamera: Christian Giesser
Tongestaltung: Michael Palm
Darsteller: Annemarie Dabernig, Anni Dabernig,
Altersbedingt beschäftigt sich
nun auch Wolfgang Dabernigs Bruder zunehmend mit Fitness und
bearbeitet das Thema in seiner aktuellen Ausstellung im MAK Wien.
Der dazu produzierte Film „excursus on fitness“ zeigt Wolfgang in
der für ihn maßgeschneiderten Rolle: trainierend am Rennrad. Einige
der Close-ups vermitteln dabei deutliche Spuren von einschneidenden
Ereignissen am Vorabend des Drehs.
Josef Dabernig. Excurses on
Fitness; MAK - Österr. Museum für angew. Kunst / Gegenwartskunst,
Wien. 07.04. – 12.09.2010
A 2010 – Digi Beta, s/w, 12 min
Regie, Buch und Schnittkonzept: Josef Dabernig
Kamera: Christian Giesser
Avid Schnitt: Daniel Hamersky
DarstellerInnen: Anna Dabernig, Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig, Isabella Hollauf, Ingeburg Wurzer, Otto Zitko
Produktion: Josef Dabernig und MAK Wien
Fmstill Excurses on Fitness Wolfgang Dabernig //Filmstill Excurses on Fitness v.l.n.r. Wolfgang Dabernig, Otto Zitko, Isabella Hollauf, Josef Dabernig, Anna Dabernig und Ingeburg Wurzer
Josef Dabernig meint, mit Wolfgang zu arbeiten bedeutet für ihn in erster Linie sein schauspielerisches Potential zu nutzen. Gleichzeitig stellt die Zusammenarbeit aber auch ein Mittel gegen Entfremdung im familiären Rahmen dar und - so sein Bruder - sie könnte für Wolfgang auch eine Überprüfung seiner Befindlichkeit im Spiegel der Leinwand sein.
Olympia

Bei den von 18.9 bis 28.9.2004 stattgefundenen Paralympischen Spielen in Athen kann Wolfgang Dabernig im 3000 m Verfolgungsrennen auf der Bahn den ausgezeichneten 4. Platz erreichen.
Eine Woche später feiert er wohl seinen sportlich größten Erfolg. Er gewinnt im Kombibewerb 42 km Straßenrennen und 5,5 km Einzelzeitfahren die Silbermedaille.
Versehrtenradsport2
Auch nach seinem grandiosen Olympia-Erfolg, oder gerade durch diesen motiviert, setzt Wolfgang Dabernig seine Karriere im Versehrtenradsport fort. Weitere Erfolge lassen nicht lange auf sich warten.
Bei den von 12.8. bis 20.8.2005 stattgefundenen offenen IPC
Europameisterschaften belegt er bei den Bahnbewerben 3000m
Verfolgung und 1000m Einzelzeitfahren die
Plätze 7 bzw. 6. Bei den Straßenbeweben Einzelzeitfahren über ca.16
km und beim Straßenrennen über ca. 41 km erreicht Dabernig 2x den 4.
Platz.
Weitere Aktivitäten siehe im Ordner: News Archiv
Zukunft
2010 möchte Radlwolf auch eine Radwallfart von Kötschach nach Maria Zell mit Michael Kurz und einigen Freunden machen.
In den nächsten Jahren möchte Radlwolf Österreich außerhalb der Grenze mit dem Straßenrad umrunden, ein weiteres großes Fernziel wäre eine Mountainbike-Tour durch die Mongolei.



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