Biographie

Anfänge

1. Fahrrad

Wolfgang Dabernig wurde 1958 in Lienz geboren und lebt seitdem in Kötschach im Gailtal/Kärnten. Seine Radkarriere startete er bereits 1963 mit seinem ersten Fahrrad.

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1. Fahrrad / 1963 / Kötschach / Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig

Hauptfahrer

Hauptfahrer Kategorie C

In den Jahren 1978 bis 1985 radelte Wolfgang Dabernig als Hauptfahrer der Kategorie C.

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Hauptfahrer Kategorie C / 3x um den Faakersee / Reinhold Traussnig, Herbert Spindler, Wolfgang Dabernig, Norbert Huber, Manfred Menhart (v.r.n.l)

Radtouren1

In dieser Zeit unternahm er zusätzlich diverse Radtouren durch Europa. Unter anderem:

Barcelona (SP) – Kötschach

Barcelona - Kötschach

 

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Barcelona (SP) - Kötschach / 1981 / 1668 km / Ossi Jochum, Wolfgang Dabernig, Andreas Staudacher
Hamburg (D) – Kötschach

Hamburg - Kötschach

 

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Hamburg (D) - Kötschach / 1982 / 1277 km / Manfred Pichler, Wolfgang Dabernig, Ossi Jochum, Andreas Staudacher
Palermo (I) – Kötschach

Palermo - Kötschach

 

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Palermo (I) - Kötschach / 1985 / ca 2000 km / Ossi Jochum, Wolfgang Dabernig

Weltrekord

Saalwalzenfahren 27 Stunden ohne Pause

1988 Weltrekord mit Freund Ossi Jochum im Saalwalzenfahren 27 Stunden ohne Pause
Eintrag im "Lexikon der Superlative Ausgabe 1990"

  • ISBN Nr. 3-572-05553-9
  • Lexikon der Superlative
  • Orbis Verlag
  • Ausgabe 1990
  • Eintrag: "Die ausdauernsten Radfahrer auf Saalwalzen"
  • Seite 197 und 198
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Saalwalzenfahren 27 Stunden ohne Pause / 1988 / Betriebssportfest Tennishalle LKH Klagenfurt / Wolfgang Dabernig

Radtouren2

Normale Straßenrennen reichen dem radbegeisterten Kärntner nicht mehr. Zusätzlich startet er mit seinen Freunden Michael Lamprecht und Ossi Jochum auch noch Expeditionen und Radtouren in die entlegensten Winkel der Erde.

MarokkoMarokko

Marokko

1990 Mountainbike-Tour Marokko vom Atlantik über das Atlasgebirge bis zu den Ausläufern der Sahara.

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Marokko / 1990 // Marokko / 1990 / Ossi Jochum
TibetTibet

Nepal - Tibet

Als absolutes Highlight seiner Reisen kann man sicher die Mountainbiketour 1991 in Nepal - Tibet bezeichnen.

Bei der Fahrt über die höchsten befahrbaren Pässe der Welt von Kathmandu nach Lhasa Himalaya vergisst man alle Strapazen.

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Tibet / 1991 / Ossi Jochum, Wolfgang Dabernig // Tibet / 1991 / Tibeter, Wolfgang Dabernig

Unfall

Krankenbett

Doch ein Radunfall macht seine Träume beinahe zunichte. Nach einem schrecklichen Sturz im Mai 1994 zieht er sich einen Bruch des 6. und 7. Halswirbels zu. Die Diagnose ist erschütternd: totale Lähmung ab dem Halswirbel.

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UKH Klagenfurt / 1994 / Operation (Dr. Reinhard Ortner, UKH Klagenfurt)

Rehabilitation

Reha-Zentrum TobelbadEhrenzeichen

Durch eine sofortige Operation kann der teilweise beschädigte Nervenkanal wieder hergestellt werden. Nach einer 6-monatigen Rehabilitation im Rehabzentrum Tobelbad ist es möglich, den Gesundheitszustand von Wolfgang Dabernig wieder soweit zu stabilisieren, dass "nur mehr" spastische Teillähmungen (Füsse, Hände, Rumpf) verbleiben und er wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.

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Therapieausflug Graz / 1994 / Wolfgang Dabernig mit Patienten und Therapeutinnen // Erste Gehversuche / 1994 / Wolfgang Dabernig mit Therapeutin

Comeback

Arbeitsplatz

Wolfgang Dabernig entpuppt sich als extrem willensstark. Anders ist es nicht zu erklären, dass er bereits im Frühjahr 1995 wieder das Radtraining aufnimmt. Durch diese hervorragende Einstellung mausert sich der "Teleworker" Telekom Austria im CoC Service Süd (Telefonstörungsannahme, Prüfplatz) seit November 2007 FFS - Süd (Arbeitsvorbereitung und Dispatching) auch dienstlich zu einem Vorzeigemitarbeiter.

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Arbeitsplatz / 2004 / Wolfgang Dabernig / Foto: Michael Kelz

Versehrtenradsport1

TODOEhrenzeichen

Mittlerweile startet er sehr erfolgreich bei Versehrtenrennen. Seinen ausgezeichneten Leistungen trotz des Unfalls verdankt Wolfgang Dabernig einige Ehrungen unterschiedlicher Institutionen bis hin zum silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

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Staatsmeisterschaft Einzelzeitfahren Reiding/Sitzenberg Niederösterreich / 2003 / Wolfgang Dabernig am Start // Verleihung des silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich / 2004 / Wolfgang Dabernig, Bundespräsident Heinz Fischer

Film

Wolfgang Dabernig spielte in drei Kurzfilmen seines Bruders Josef D. die Hauptrolle.

Josef Dabernig, Markus Scherer und Wolfgang Dabernig (v.l.n.r.) in Timau Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig und Markus Scherer (v.l.n.r.) in Timau

Timau

Im Film "Timau" agiert er fünf Jahre nach seinem Unfall wiederum im Gebiet des Plöckenpass: Drei Postbeamte "die Dabernig Brüder mit Co-Regisseur Markus Scherer" erklimmen in einem Melodram absurder Machart mit schwerem Dienstgepäck den fast senkrechten Felskamin unterhalb der Cellonschulter; sie entstören schließlich eine (österreichische) Telefonzelle auf der italienischen Malga Collinetta. Für Wolfgang war das Drehbuch des Films ans Limit seiner körperlichen Möglichkeiten geschrieben. So verbindet dieser Kurzfilm eine therapeutische Ebene mit der Erinnerungsarbeit an die strukturellen Veränderungen in seinem Beruf.

A 1998, 16mm, s/w, 20 min
Regie, Buch, Schnitt und Ton: Josef Dabernig, Markus Scherer
Kamera: Christian Giesser
Darsteller: Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig, Markus Scherer, Marino Grassi, Cesira Leschiutta
Produktion: Josef Dabernig

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Josef Dabernig, Markus Scherer und Wolfgang Dabernig in Timau
Josef und Wolfgang Dabernig in Rosa coeli Josef und Wolfgang Dabernig in Rosa coeli

Rosa coeli

Wiederum fünf Jahre später "2003" übernimmt er die Hauptrolle in "Rosa coeli". In diesem Film trifft er sich mit zwei seiner Kollegen vom Behindertenradsport zu einem geheimnisvollen Treffen in einem osteuropäischen Hotel. Die Geschichte mit den etwas gehbehinderten Herren illustriert auf kryptische Weise einen Literatentext, in dem es um Raum, Erinnerung und die (imaginäre) Rückkehr in eine einst vertraute Gegend geht.

A 2003, 35mm, s/w, 24 min
Regie, Buch, Schnitt und Produktion: Josef Dabernig
Text: Bruno Pellandini
Stimme: Branko Samarovski
Kamera: Christian Giesser
Tongestaltung: Michael Palm
Darsteller: Wolfgang Dabernig, Kurt Fellinger, Thomas Schmid, Josef Dabernig

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Josef und Wolfgang Dabernig in Rosa coeli // Kurt Fellinger, Thomas Schmid und Wolfgang Dabernig (v.l.n.r.) in Rosa coeli
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Josef Dabernig sen. in Hotel Roccalba 
Hotel Roccalba
Schließlich "wiederum fünf Jahre später" im Rahmen der Familiensaga "Hotel Roccalba" die unvermeidliche Leinwandpräsenz mit der Weltpremiere beim 61. Festival del film Locarno. Es bleibt offen, ob es sich dabei um einen Ort der Altersversorgung, um eine Erholungsanstalt oder schlicht um ein Hotel handelt. Ehefrau, Schwiegermutter, Eltern, Tante, Bruder und Schwägerin treffen in dieser Miniatur auf vier "Adoptionen" aus dem Kunstbereich. Gedreht wurde aus logistischen Gründen in der Nähe von Tarvis.



Wolfgang Dabernig und Anni Dabernig in Hotel Roccalba

A 2008, 35mm, s/w, 10 min

Regie, Buch, Schnitt und Produktion: Josef Dabernig

Kamera: Christian Giesser

Tongestaltung: Michael Palm

Darsteller: Annemarie Dabernig, Anni Dabernig, Josef Dabernig sen., Josef Dabernig, Wolfgang Dabernig, Karin Franz, Maria Franz, Isabella Hollauf, Hedwig Saxenhuber, Georg Schöllhammer, Ingeburg Wurzer, Otto Zitko

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Josef Dabernig sen. in Hotel Roccalba // Wolfgang Dabernig und Anni Dabernig in Hotel Roccalba

Josef Dabernig meint, mit Wolfgang zu arbeiten bedeutet für ihn in erster Linie sein schauspielerisches Potential zu nutzen. Gleichzeitig stellt die Zusammenarbeit aber auch ein Mittel gegen Entfremdung im familiären Rahmen dar und - so sein Bruder - sie könnte für Wolfgang auch eine Überprüfung seiner Befindlichkeit im Spiegel der Leinwand sein.

Olympia

Olympia BahnrennenOlympia Medaille

Bei den von 18.9 bis 28.9.2004 stattgefundenen Paralympischen Spielen in Athen kann Wolfgang Dabernig im 3000 m Verfolgungsrennen auf der Bahn den ausgezeichneten 4. Platz erreichen.

Eine Woche später feiert er wohl seinen sportlich größten Erfolg. Er gewinnt im Kombibewerb 42 km Straßenrennen und 5,5 km Einzelzeitfahren die Silbermedaille.

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Paralympics Athen 2004 Kleines Finale 3000m Bahn / 2004 / Hans Peter Beier, Wolfgang Dabernig / Foto: Franz Baldauf // Siegerehrung Silbermedaille / 2004 / Wolfgang Dabernig / Foto: Anton Holzer

Versehrtenradsport2

Europameisterschaft

Auch nach seinem grandiosen Olympia-Erfolg, oder gerade durch diesen motiviert, setzt Wolfgang Dabernig seine Karriere im Versehrtenradsport fort. Weitere Erfolge lassen nicht lange auf sich warten.

Bei den von 12.8. bis 20.8.2005 stattgefundenen offenen IPC Europameisterschaften belegt er bei den Bahnbewerben 3000m Verfolgung und 1000m Einzelzeitfahren die
Plätze 7 bzw. 6. Bei den Straßenbeweben Einzelzeitfahren über ca.16 km und beim Straßenrennen über ca. 41 km erreicht Dabernig 2x den 4. Platz.

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Europameisterschaft / 2005 / Alkmaar / Wolfgang Dabernig / Foto: Gattringer

Weitere Aktivitäten siehe im Ordner: News Archiv

Zukunft

Rede
2010 Teilnahme an nationalen Rennen im Behindertenradsport

In den nächsten Jahren möchte Radlwolf Österreich außerhalb der Grenze mit dem Straßenrad umrunden, ein weiteres großes Fernziel wäre eine Mountainbike-Tour durch die Mongolei.

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Empfang durch die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen am Hauptplatz / 2004 / Wolfgang Dabernig / Foto: Günther Schreibmajer