25. 5. 2026

Foto: © Radlwolf
Die Paralympioniken Wolfgang Dabernig (Radlwolf) und Michael Kurz unterstützen den ehemaligen 47 jährigen Para-Radsportkollegen, Freund und Gönner (Loncium) Klaus Feistritzer aus Mauthen mit einem finanziellen Beitrag .
Damit Klaus in Zukunft mit dem Rad wieder sicher unterwegs ist, und mit seiner Familie Radausflüge machen kann, haben sich Radlwolf und Michi kurzerhand entschieden, Klaus eine Spezial Fahrrad Prothese zu finanzieren.

Foto: © Radlwolf
Klaus erzählt:
Mit 3 Jahren verlor ich im Elterlichen Betrieb meine rechte Hand, durch den Fleischwolf. Dadurch musste ich schon früh lernen alles ein wenig anders anzugehen, Geduld zu haben und vor allem Durchsetzungsvermögen und Willensstärke zu zeigen.
In einem sehr guten Umfeld aufgewachsen, war neben Ausbildung und Arbeit, auch der Sport allgegenwertig. Da sich die Prothetik auch erst über die letzten 30 Jahre besser entwickelt hat, hatte ich im Kindes- und Jugendalter keine gute Versorgung. Es waren lediglich eine Holz-, Eisen- Kunststoffprothese, mit der nicht viel anzufangen war. Ca. 1996 bekam ich meine erste bewegliche Myoprothese, und dann ging die Entwicklung rasant. Zu dieser Zeit war ich schon im Kärntner Behindertensport tätig und war erfolgreich im Villacher Sitzfußballverein. Von dieser Zeit habe ich noch 2 Goldene und eine Silberne Staatsmeisterschaftsmedaillen.
Dies war auch der Anfang vom Rennradfahren mit Radlwolf. Ich bekam von Ihm ein umgebautes Rennrad und schon war ich bei den österreichischen Staatsmeisterschaften am Start. Natürlich interessierte mich auch andere Sportarten, für die ich jedes Mal eine eigene Prothese bauen musste, natürlich mit Freunden und meinem Orthopäden Robert Maier in Klagenfurt den ich natürlich für seine ewige und unermüdliche Hilfe einen besonderen Dank aussprechen möchte.
Mit Ihm und seinem Team bauten wir unzählige Sportprothesen:
Ein Schwimmprothese, eine Eiskletter- und Bolder Prothese, eine Eishockeyhand, etwas zum Kajakfahren, zum Skifahren wurde was gebraucht, und so weiter.
Ca. 2015 trat ich dem ÖSV bei und war im Paralympics Team für Snowboard Bordercross. Da erlangte ich durch Europacup und Weltcuprennen die Olympiareife und war bereit für die Winter Paralympics in Pyeong Chang 2018.
Leider kam es nie so weit, weil ich mir bei einem Sturz am Pitztaler Gletscher (Dezember 2016) 3 Halswirbel, brach.
Ich kämpfte mich mit eisernem Willen und hartem Training zurück und stand im März das erste Mal wieder auf den Skiern (Telemark-Stil).
Mittlerweile bin ich um einiges ruhiger geworden, und genieße die Zeit mit meinen 3 Töchtern und meiner Partnerin Nicole Suntinger.
Telemarken und Radfahren ist mir der liebste Sport geblieben. Damit ich mit dem Mountainbike und dem Rennrad wieder gut nach Hause komme, habe ich nach langem Suchen einen Hersteller aus Holland gefunden, welcher wirklich einen guten und robusten Radaufsatz für meinen Sportschaft gebaut hat.
Die großzügige Spende von Michael Kurz und Radlwolf Wolfgang Dabernig ist uns eine große Erleichterung bei dieser Anschaffung. Danke „Vergelts Gott“!

Foto: © Radlwolf
Ein herzliches Vergelts Gott an Hermine und Helmut Einetter (Tischlerei Einetter Kötschach), sie haben durch Aufstellen einer Spendenbox bei Hermines 60er die tolle Summe von 1,500.- € und Helmut durch Auflösen des Kontos der ehemaligen Hasslacher Werkskapelle 800.- € für unser Projekt gesammelt.
Radlwolf und Michi Kurz freuen sich mit ihrem Mitarbeiterteam auf die 11. Auflage von „Bewegung für den guten Zweck“ am Sonntag den 6. September 2026 von Kötschach auf die Untere Valentinalm.
Die Spendenkassa ist offen, wer etwas spenden möchte, bitte um Überweisung an Kontonummer:
Bewegung für den guten Zweck
Wolfgang Dabernig
IBAN: AT38 2070 6045 0407 8694
BIC: KSPKAT2KXXX